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Jusos im Unterbezirk Straubing

"Einheit von Tourismus, ÖPNV und Umwelt"

Kreistagsfraktion

Fraktionsvors. Heinz Uekermann, Kreisrat Alfons Schießwohl und Johann Meindorfer vom Verkehrsclub Deutschland (VCD)

SPD-Kreistagsfraktion setzt Beratungen fort
Straubing-Bogen: Mit dem Stand und möglichen Verbesserungen beim Tourismus, dem öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) und der Umweltpolitik befassten sich die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion im zweiten Teil ihres Tagesseminares am Samstag im Gasthaus "Fischer Veri" in Mitterfels. "Für uns bilden diese Bereiche eine zusammengehörende Einheit, die übergreifend zu entwickeln sind", so Fraktionsvorsitzender Heinz Uekermann. Als erster Gastredner stellte Johann Meindorfer vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) sowohl seine grundlegenden Überlegungen zu Verbesserungen im ÖPNV ebenso vor wie auch seine Forderungen zu konkreten Maßnahmen in der Region.

Dringend vereinfacht müsse das kostenlose Umsteigen von den Landkreisbussen in den Stadtbus werden, so Meindorfer. Jeder umsteigende Fahrgast müsse bei der Weiterfahrt unkompliziert ein Tagesticket erhalten. Beim expandierenden Industriegebiet Straubing-Sand mit inzwischen mehreren Tausend Beschäftigten fehle immer noch ein Busanschluss von den Haltepunkten Straubing-Ittling oder Sand der Gäubodenbahn. Bisher sei die Erreichbarkeit für Bahnpendler nicht hergestellt. Grundsätzlich plädierte der Redner dafür, noch bestehende Bedienungshemmnisse zu beseitigen und die Region als gemeinsamen Nahverkehrsraum zu betrachten. Eine enge Kooperation zwischen Stadt und Landkreis sei unerlässlich. In diesem Zusammenhang würde die Verlängerung der Stadbuslinien in die stadtnahen Siedlungsschwerpunkte wie Aiterhofen, Salching, Kirchroth oder Parkstetten willkommene Fortschritte für die ÖPNV-Nutzer bringen. Mit attraktiven Angeboten könne der ÖPNV an Image gewinnen und neue Fahrgäste erschlossen werden. Beim weiteren Ausbau des ÖPNV-Angebotes sah Johann Meindorfer das Gäubodenvolksfest als gut geeignet an, Modellprojekte zu erproben. Hier sprach er sich für einen Halbstundentakt der Volksfestbusse im Stadverkehr aus und für die Bedienung der regulären VSL-Landkreislinien im Zweistundentakt.

Diplomvolkswirt Alexander Schulze stellte seine Aufgaben und Tätigkeiten als Geschäftsführer vom "Netzwerk Forst und Holz Bayerischer Wald" vor. Das Netzwerk sei eine Gemeinschaft von Betrieben, Personen und Institutionen, die sich für eine verstärkte regionale Verwendung von Holz und Holzprodukten einsetze. Politisch getragen und finanziell unterstützt werde es von den Landkreisen Cham, Deggendorf, Freyung-Grafenau, Regen, Straubing-Bogen und Passau. "Holz kämpft gegen viele Vorurteile", so der Geschäftsführer. Dabei sei es ein idealer Baustoff und nicht nur als Energielieferant zu sehen. In Niederbayern gebe es noch großes Entwicklungspotential, denn bei 14 Prozent Anteil an der bayerischen Holzernte betrage der Umsatzanteil nur 6 Prozent. Ziele des Netzwerks seien daher die Erhöhung der regionalen Wertschöpfung, die Steigerung der Holzverwendung, die Optimierung der Rohstoffversorgung sowie die Sicherung und Aufbau von Arbeitsplätzen. Zur Vernetzung von Betrieben würden verschiedene Aktivitäten entwickelt. So die Gründung landkreisweiter Expertenkreise und der Aufbau eines Kontaktnetzwerkes in der Region unter Einbindung von Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Dienstleistern, Verbänden und Kapitalgeber. Hinzu käme die Einbindung in den bayernweiten Cluster Forst und Holz, ins Regionalmanagement, in die Wirtschaftsförderung und zur Wissenschaft. Mit regelmäßigen Treffen, Weiterbildungsangeboten, dem Initiieren von Leitprojekten, schnellem Wissenstransfer zwischen den Partnern und von den Forschungspartnern zu den Unternehmen werde die Kommunikation nach innen und außen gestärkt.

Abschließend legte Fraktionsvorsitzender Heinz Uekermann den Entwurf für ein Tourismuskonzept für den Landkreis Straubing-Bogen vor. Es soll gemeinsam mit dem Arbeitskreis Kommunalpolitik detailliert ausgearbeitet werden.

 

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