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Jusos im Unterbezirk Straubing

Tages- und Nachtpflege für Senioren gefordert

Kreistagsfraktion

Kreistagsfraktion und MdL Ruth Müller besuchen Seniorenzentrum

Geiselhöring. „Die Tagespflege ist, ebenso wie die Nachtpflege, Bestandteil eines Versorgungssystems für ältere Menschen. Staatsministerin Huml stellte auf Anfrage unserer SPD-Abgeordneten Ruth Müller fest, dass dies alleinige Sache der Kommunen sei. Eine interessante Aussage im Hinblick auf die Erstellung eines seniorenpolitischen Gesamtkonzeptes für unseren Landkreis“, leitete Fraktionsvorsitzender Heinz Uekermann das Fachgespräch  am Freitag ein, bei dem  sich der Leiter des Seniorenzentrums Geiselhöring, Ralf Neiser, als ein kompetenter und diskussionsfreudiger Ansprechpartner präsentierte.

Die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller wollte in einer schriftlichen Anfrage von der Staatsregierung wissen, wie vieler Einwohner es nach Einschätzung der Staatsregierung im Umland einer Einrichtung bedarf, um eine ständige Belegung – und damit deren wirtschaftliches Überleben – zu gewährleisten. Weiter wollte Müller erfahren, welche Lösungsansätze es von Seiten der Staatsregierung gibt, um entsprechende Einzugsgebiete für die ständige Auslastung einer Tages-/Nachtpflege im ländlichen Raum zu definieren und diese, wohl auf Basis interkommunaler Zusammenarbeit, zu organisieren. Schließlich wurde auch abgefragt, welche finanzielle und organisatorische Anreize die Staatsregierung schafft, um entsprechende Pflegeeinrichtungen in ländlichen Gebieten zu ermöglichen.

Die Antwort von Staatsministerin Huml war erstaunlich kurz und klar: „ Die Kommunen sind dafür verantwortlich, ausreichen Tages-/Nachtpflegeplätze zur Verfügung zu stellen. Seitens der Staatsregierung wurden daher keine finanziellen und organisatorischen Anreize geschaffen“. Bei der Daseinsvorsorge handele es sich um eine originäre kommunale Aufgabe und : „ aus diesem Grund wurde die Bedarfsplanung im Gesetz zur Ausführung der Sozialgesetze in die Hände der Kommunen gelegt, die vor Ort die sachgerechte Lösung finden können“.

Die Abgeordnete findet es nicht korrekt, dass sich die Staatsregierung einfach aus der Verantwortung stiehlt. „ So werden wir keine gleichen Lebensbedingungen in Bayern hinbekommen, wenn die Kommunen in solch entscheidenden Fragen alleine gelassen werden, denn bisher werden Tages-/Nachtpflegeangebote überwiegend in größeren Städten angeboten“, so Müller. Sie freue sich, dass nun in ihrem Betreuungslandkreis Straubing-Bogen die Kreistagsfraktion SPD/Grüne entsprechende Initiativen starten werde, damit auch die Menschen im Landkreis dieses Angebot in Anspruch nehmen und möglichst lange zu Hause wohnen bleiben können. In der Gesprächsrunde wurden die Vorzüge einer solchen Einrichtung verdeutlicht: Die Selbständigkeit werde erhalten und begünstigt und eine sinnvolle Beschäftigung in der Gemeinde könne aktiv erlebt werden. Kontakte zu anderen Menschen würden gefördert und unterstützt, z.B. durch gemeinsame Mahlzeiten. Eine umfassende Betreuung, Beratung und Unterstützung durch Fachkräfte aus pflegerischen und soziotherapeutischen Berufen biete Unterstützung und Entlastung für pflegende Angehörige.

 

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